Zum Hauptinhalt springen

Blog



Harzturm in Torfhaus – spektakuläre Aussichten über den Harz

Hoch über Torfhaus ragt seit 2023 ein neues Wahrzeichen in den Himmel: der 65 Meter hohe Harzturm. Mit seinen Aussichtsplattformen, dem gläsernen Skywalk und der Erlebnisrutsche „Rasantia“ verbindet er Naturerlebnis, Panorama und ein wenig Nervenkitzel. Wer den Harz aus einer ungewöhnlichen Perspektive erleben möchte, findet hier einen der besonderen Aussichtspunkte der Region.

Ein neues Wahrzeichen für Torfhaus

Torfhaus gehört zu den bekanntesten Ausflugszielen im Oberharz. Der kleine Ort liegt auf rund 800 Metern Höhe und ist insbesondere als Ausgangspunkt für Wanderungen in Richtung Brocken bekannt. Seit der Eröffnung des Harzturms hat der Standort eine weitere Attraktion bekommen.

Der Harzturm ist insgesamt 65 Meter hoch und wurde in einer markanten Holz-Stahl-Konstruktion errichtet. Die Architektur orientiert sich an der Form eines sich nach oben öffnenden Baumstamms und greift damit die enge Verbindung zwischen dem Bauwerk und der Harzer Waldlandschaft auf.

Der erste Spatenstich erfolgte im Mai 2021. Die ursprünglich geplante Fertigstellung verzögerte sich unter anderem aufgrund von Lieferengpässen, den Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie schwierigen Wetterbedingungen. Offiziell eröffnet wurde der Harzturm schließlich im November 2023.

Seit Juli 2024 sind auch die verschiedenen Erlebnisbereiche vollständig nutzbar. Dazu gehören neben den Aussichtsplattformen der Skywalk, der Aufzug und die Erlebnisrutsche „Rasantia“.

65 Meter über Torfhaus

Das eigentliche Highlight des Harzturms ist natürlich die Aussicht. Wer die oberen Bereiche erreicht, bekommt einen beeindruckenden Rundblick über den Oberharz.

Der Turm verfügt über zwei Aussichtsplattformen. Von hier aus eröffnet sich der Blick über die bewaldeten Höhenzüge des Harzes und – bei entsprechender Wetterlage – in Richtung Brocken und Nationalpark Harz.

Gerade an klaren Tagen lohnt sich der Besuch besonders. Dann lassen sich die charakteristischen Landschaften des Harzes aus einer Perspektive betrachten, die vom Boden aus nicht möglich ist.

Die Betreiber beschreiben den Harzturm als Aussichtserlebnis in 65 Metern Höhe. Der Aufstieg kann entweder über die Treppen oder bequem mit dem Aufzug erfolgen.

Der gläserne Skywalk

Für Besucher, die gerne etwas mehr Nervenkitzel erleben möchten, gehört der gläserne Skywalk zu den besonderen Attraktionen des Turms.

Das gläserne Podest befindet sich auf etwa 45 Metern Höhe. Wer auf die Glasfläche tritt, schaut direkt nach unten und bekommt gleichzeitig einen freien Blick in die Landschaft. Besonders für Menschen mit Höhenangst kann dieser Moment durchaus Überwindung kosten.

Der Skywalk ist aber nicht nur eine Attraktion für Abenteuerlustige. Auch für Fotografen bietet das gläserne Podest eine interessante Perspektive. Landschaft, Turmkonstruktion und der Blick in die Tiefe lassen sich hier miteinander verbinden.

Mit „Rasantia“ zurück nach unten

Der Aufstieg über Treppen oder mit dem Aufzug ist nur eine Möglichkeit, den Turm zu verlassen. Für den besonders schnellen Abstieg gibt es die Erlebnisrutsche „Rasantia“.

Die rund 110 Meter lange Rutsche führt aus großer Höhe wieder nach unten und ist mit Licht- und Soundeffekten ausgestattet. Sie gehört damit zu den ungewöhnlichsten Elementen des Harzturms.

Der Rutschenspaß ist grundsätzlich bereits im Eintrittspreis enthalten und kann mehrfach genutzt werden. Allerdings ist der Betrieb der Rutsche witterungsabhängig und kann deshalb nicht jederzeit garantiert werden. Außerdem gelten bestimmte Nutzungsvoraussetzungen.

Damit richtet sich der Harzturm nicht ausschließlich an klassische Wanderer. Auch Familien mit Kindern und Besucher, die eher ein Erlebnis als eine reine Aussicht suchen, finden hier ein entsprechendes Angebot.

Harzturm und Brocken – zwei Highlights an einem Ort

Eine besondere Stärke des Standorts Torfhaus ist die Verbindung verschiedener Harzer Erlebnisse. Der Harzturm liegt in unmittelbarer Nähe zahlreicher Wanderwege und ist damit ein idealer Ausgangspunkt für Touren durch den Nationalpark Harz.

Besonders bekannt ist die Wanderung von Torfhaus zum Brocken. Wer eine solche Tour plant, kann den Harzturm entweder vor oder nach der Wanderung besuchen.

Für viele Besucher bietet sich beispielsweise folgende Kombination an:

Torfhaus – Harzturm – Wanderung Richtung Brocken – Rückkehr nach Torfhaus

Wer nicht die komplette Strecke zum Brocken laufen möchte, kann auch kürzere Wanderungen in der Umgebung unternehmen. So lässt sich der Besuch des Aussichtsturms problemlos mit einem Spaziergang durch die Harzer Landschaft verbinden.

Ein Ausflugsziel für jede Jahreszeit

Der Harzturm ist nicht nur ein Sommerziel. Durch seine Lage im Oberharz bietet er zu unterschiedlichen Jahreszeiten ganz eigene Eindrücke.

Frühling

Im Frühjahr erwacht die Natur rund um Torfhaus langsam aus dem Winter. Die ersten frischen Grüntöne bilden einen interessanten Kontrast zu den noch kahlen Bereichen des Waldes.

Sommer

Im Sommer bietet sich der Harzturm besonders für einen Tagesausflug an. Wanderungen, Aussicht und die verschiedenen Attraktionen lassen sich miteinander verbinden.

Bei guter Fernsicht kann der Blick über große Teile des Harzes reichen. Gleichzeitig bietet der Standort die Möglichkeit, den Besuch mit weiteren Ausflugszielen in Torfhaus und Umgebung zu kombinieren.

Herbst

Der Herbst gehört für viele Besucher zu den schönsten Jahreszeiten im Harz. Wenn sich die Wälder verfärben, eröffnet sich vom Turm ein besonders abwechslungsreiches Landschaftsbild.

Die unterschiedlichen Gelb-, Orange- und Rottöne der Vegetation machen den Blick von oben zu einem besonderen Erlebnis.

Winter

Auch im Winter hat der Harzturm seinen Reiz. Liegt Schnee in Torfhaus, verwandelt sich die Landschaft rund um den Turm in eine winterliche Berglandschaft.

Allerdings können Schnee, Eis, Nebel und starker Wind die Sicht deutlich einschränken. Außerdem sollten Besucher vor einem Winterausflug die aktuellen Öffnungszeiten und Wetterbedingungen prüfen.

Wie viel kostet der Eintritt?

Der Besuch des Harzturms ist kostenpflichtig. Nach den aktuellen Angaben des Betreibers kostet der Eintritt für Erwachsene 13,90 Euro. Kinder zwischen 6 und 15 Jahren zahlen 8,90 Euro. Kinder unter sechs Jahren können den Turm kostenlos besuchen.

Ermäßigungen gibt es unter anderem für Senioren ab 65 Jahren, Studenten und Auszubildende. Außerdem werden verschiedene Familienkarten angeboten.

Im Eintritt enthalten sind die Nutzung der beiden Aussichtsplattformen, der gläserne Skywalk und – sofern die Witterungsbedingungen den Betrieb zulassen – die Erlebnisrutsche „Rasantia“.

Da sich Preise und Bedingungen ändern können, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf die aktuellen Angaben des Betreibers.

Öffnungszeiten des Harzturms

Die Öffnungszeiten sind jahreszeitabhängig. Nach den derzeit veröffentlichten Angaben ist der Harzturm:

  • Januar bis März: 9:30 bis 16:00 Uhr
  • April: 9:30 bis 17:00 Uhr
  • Mai bis Oktober: 9:30 bis 18:00 Uhr
  • November bis Dezember: 9:30 bis 16:00 Uhr

Der letzte Einlass erfolgt jeweils 30 Minuten vor der Schließung. Witterungsbedingte Änderungen sind möglich.

Für einen aktuellen Besuch sollte deshalb immer die Betreiberseite geprüft werden.

Anreise nach Torfhaus

Der Harzturm befindet sich direkt in Torfhaus an der Adresse:

Torfhaus 14
38667 Torfhaus

Torfhaus ist mit dem Auto gut erreichbar und liegt an der Bundesstraße 4 zwischen Bad Harzburg und Braunlage. Aufgrund seiner Beliebtheit kann es insbesondere an Wochenenden, Feiertagen und bei schönem Wetter zu einem hohen Besucheraufkommen kommen.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, sollte die aktuellen Busverbindungen und Fahrpläne prüfen.

Was lässt sich mit dem Besuch verbinden?

Der Harzturm eignet sich hervorragend als Bestandteil eines größeren Tagesausflugs.

Wanderung zum Brocken

Torfhaus ist einer der bekanntesten Ausgangspunkte für Wanderungen zum Brocken. Die Strecke führt durch die typische Hochharzer Landschaft und bietet zahlreiche Eindrücke des Nationalparks.

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Nur wenige Schritte vom Harzturm entfernt befindet sich das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus. Dort können sich Besucher über den Nationalpark, seine Landschaft und die Besonderheiten der Harzer Natur informieren.

Wandern und Natur erleben

Rund um Torfhaus beginnen zahlreiche Wanderwege. Wer nicht unbedingt den Brocken besteigen möchte, findet auch kürzere Touren und Spazierwege.

Weitere Ausflugsziele im Oberharz

Torfhaus eignet sich außerdem als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Altenau, Braunlage, Bad Harzburg oder in andere Orte des Oberharzes.

Für wen lohnt sich der Harzturm?

Der Harzturm spricht eine ungewöhnlich breite Zielgruppe an.

Familien profitieren von der Kombination aus Aussicht und Erlebnisrutsche. Besonders Kinder erleben den Besuch nicht ausschließlich als klassische Aussichtsturm-Besichtigung.

Wanderer können den Turm problemlos in eine Tour rund um Torfhaus integrieren.

Fotografen finden auf den Plattformen zahlreiche Perspektiven auf die Harzer Landschaft.

Naturliebhaber bekommen einen außergewöhnlichen Blick auf die Landschaft des Nationalparks.

Und auch für Besucher, die einfach einmal etwas Neues im Harz erleben möchten, ist der Turm interessant.

Ein Blick auf die Entwicklung des Harzes

Der Harzturm steht zugleich für den Wandel des Tourismus im Harz. Neben traditionellen Angeboten wie Wandern, Wintersport, Bergbaugeschichte und Naturerlebnis gewinnen moderne Attraktionen zunehmend an Bedeutung.

Mit seiner Kombination aus Aussicht, Architektur, Skywalk und Rutsche versucht der Harzturm, unterschiedliche Besuchergruppen anzusprechen.

Dabei bleibt die Landschaft selbst der wichtigste Bestandteil des Erlebnisses. Der Turm ermöglicht lediglich eine neue Perspektive auf sie.

Gerade das macht den Standort interessant: Man befindet sich mitten in der Harzer Natur und betrachtet diese gleichzeitig aus einer Höhe von 65 Metern.

Ein besonderer Ort für Sonnenaufgang und Abendstimmung

Wer den Harzturm zu einer besonderen Tageszeit besucht, kann mit etwas Glück eine ganz eigene Atmosphäre erleben.

In den Morgenstunden kann sich über den Tälern und Wäldern Nebel bilden. Wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Landschaft brechen, entstehen häufig beeindruckende Lichtstimmungen.

Auch der späte Nachmittag bietet seinen Reiz. Bei klarer Sicht verändert das tief stehende Sonnenlicht die Farben der Harzer Landschaft.

Allerdings sollten Besucher bei der Planung solcher Ausflüge unbedingt die saisonalen Öffnungszeiten berücksichtigen.

Aktueller Hinweis

Im Juli 2026 kam es am Harzturm zu einem tragischen tödlichen Vorfall. Drei Menschen kamen bei einem Sturz ums Leben. Die näheren Umstände wurden zum Zeitpunkt der aktuellen Berichterstattung noch ermittelt. Aus Rücksicht auf die Betroffenen und Angehörigen sollte auf Spekulationen über die Hintergründe verzichtet werden.

Der Betreiber führt den Harzturm weiterhin auf seiner offiziellen Website mit den regulären Besucherinformationen und Öffnungszeiten. Vor einer Anreise empfiehlt es sich dennoch, die aktuellen Hinweise des Betreibers zu beachten.

Fazit

Ein neues Highlight im Oberharz

Der Harzturm in Torfhaus hat den Oberharz um eine moderne und außergewöhnliche Attraktion erweitert. Die Kombination aus 65 Metern Höhe, zwei Aussichtsplattformen, gläsernem Skywalk und Erlebnisrutsche macht den Turm zu mehr als einem klassischen Aussichtspunkt.

Besonders reizvoll ist die Verbindung mit den zahlreichen Wanderwegen rund um Torfhaus. Wer den Harz zu Fuß erkunden möchte, kann den Turm als Start- oder Endpunkt einer Tour nutzen. Gleichzeitig eignet sich die Attraktion auch für einen kurzen Ausflug ohne lange Wanderung.

Der eigentliche Star bleibt dabei die Landschaft: Der Blick über die Wälder des Oberharzes und in Richtung Brocken zeigt eindrucksvoll, warum Torfhaus seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Ausflugszielen der Region gehört.

Wer den Harz einmal aus einer neuen Perspektive erleben möchte, sollte den Harzturm daher auf seine persönliche Liste der Harzer Ausflugsziele setzen.